State-of-the-Art Symposia

  • Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrische Epidemiologie (SGPE)
    Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrische Epidemiologie (SGPE)
    Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrische Epidemiologie (SGPE)

    Psychiatrische Epidemiologie in der Schweiz - Von der Forschung zur Klinik
    Prof. Dr. med. Martin Preisig, Department of Psychiatry Lausanne University Hospital Cery
    Dr. Meichun Mohler-Kuo, Studienleitung Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Zürich
    Dr. Vladeta Ajdacic, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Forschung, PUK Zürich

    DO. 26.08.2021; 09:30 STREAM 1

    Psychiatrische Epidemiologie hat eine lange Tradition in der Schweiz, waren doch Manfred Bleuler und Jules Angst Pioniere in Langzeitstudien über die Schizophrenie beziehungsweise Affektstörungen. Die Session wird einen Überblick vermitteln über psychiatrisch-epidemiologische Studien, die in den letzten Jahren in der Schweiz durchgeführt wurden oder noch laufen. Vladeta Ajdacic-Gross wird Daten der Zürich-Kohorten-Studie und der ZInEP-Studie vorstellen. Beide Studien basieren auf Zufallsstichproben des Kantons Zürich und psychiatrischen Interviews. Die Ende der 70er Jahre durch Jules Angst initiierte Zürich-Kohorten-Studie ist eine der längsten Verlaufsstudien, die in der Psychiatrie je durchgeführt wurden. Sie hat wichtige Ergebnisse zur Prävalenz und zum Verlauf von Affekt- und Angststörungen geliefert. Simon Foster wird Daten der ebenfalls in Zürich von Hans-Christoph Steinhausen durchgeführten Zürcher Längsschnittstudie zur Entwicklungspsychologie und -psychopathologie im Jugendalter präsentieren, welche Prävalenzdaten zu psychiatrischen Störungen im Jugendalter geliefert hat, sowie jene der C-SURF-Studie, einer Kohorten-Studie die vom CHUV in Lausanne und der Universität Zürich geleitet wird. C-Surf umfasst mehr als 6000 junge Männer, die 2010 und 2011 an der Aushebung in den Rekrutierungszentren Lausanne, Windisch und Mels teilgenommen haben. Diese wurden viermal mit Fragebögen untersucht, die insbesondere Daten zum Konsumverhalten der Teilnehmer bezüglich Alkohol, Tabak, Cannabis und anderen Substanzen erhoben. Schliesslich wird Martin Preisig von der CoLaus¦PsyCoLaus Studie berichten, einer weiteren auf einer Zufallsstichprobe beruhenden Kohorten-Studie, die in Lausanne durchgeführt wird und sich für die Assoziation zwischen psychiatrischen Erkrankungen und kardiovaskuläre Risikofaktoren und Erkrankungen interessiert. Für diese Studie wurden ebenfalls mehr als 6000 Teilnehmern zwischen 2003 und 2006 somatisch und psychiatrisch evaluiert und seither dreimal nachuntersucht.

  • Schweizerische Gesellschaft für Alterspsychiatrie und -psychotherapie  (SGAP)
    Schweizerische Gesellschaft für Alterspsychiatrie und -psychotherapie (SGAP)
    Schweizerische Gesellschaft für Alterspsychiatrie und -psychotherapie (SGAP)

    Delir: somatische oder psychiatrische Diagnose?
    Prof. Dr. med. Egemen Savaskan, Direktor a.i. Klinik für Alterspsychiatrie, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK)

    DO. 26.08.2021; 09:30 STREAM 2

  • Schweizerische Gesellschaft für Bipolare Störungen (SGBS, SSTB)
    Schweizerische Gesellschaft für Bipolare Störungen (SGBS, SSTB)
    Schweizerische Gesellschaft für Bipolare Störungen (SGBS, SSTB)

    Bipolare Störungen: Update 2021
    Prof. Dr. med. Gregor Hasler, Ordentlicher Professor Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt Freiburger Netzwerk für Psychische Gesundheit, Universität Freiburg

    DO, 26.08.2021; 10:45 STREAM 1

    Bipolare Störungen sind lebenslang anhaltende affektive Störunge. Der Krankheitsverlauf ist in den meisten Fällen episodisch. Die Lebenszeitprävalenz liegt bei ca. 2-5%, die Erkrankung tritt meist im frühen Erwachsenenalter auf und verursacht erhebliche Beeinträchtigungen der psychosozialen Funktionsfähigkeit. In meinem State-of-the-Art- Vortrag werde ich die Änderungen der diagnostischen Kriterien und die Subgruppen kurz präsentieren. Ferner werde ich die neuste Evidenz zur psychotherapeutischen und pharmakotherapeutischen Wirksamkeit zusammenfassen, basierend auf Meta-Analysen und den Ergebnissen von adäquat gepowerten, randomisierten, kontrollierten Studien (RCTs). Diese Zusammenfassung beinhaltet insbesondere neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Psychotherapie bei bipolarer Störung und die Zulassung neuer Substanzen mit Indikation «Bipolare Störung» durch die Swissmedic.

  • Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Katathymes Bilderleben (SAGKB)
    Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Katathymes Bilderleben (SAGKB)
    Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Katathymes Bilderleben (SAGKB)

    Die therapeutische Arbeit mit Imaginationen am Beispiel von KIP
    Dr. med. Sajiv Khanna, FMH Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Winterthur
    Dr. med. Marzio Sabbioni, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, FMH Allgemeine Innere Medizin, Lindenhofgrupp Bern
    Dr. med. Hans Peter Graf, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Thun

    DO 26.08.2021: 14:15 STREAM 1

    Neben den Werkzeugen sind (Höhlen-) Bilder die ersten uns überlieferten Spuren unserer menschlichen Urahnen (15000- 40000 v. Chr.). Aristoteles (384 -322 v. Chr.) prägte das Verständnis von inneren (mentalen) Bildern bis ins 17. Jahrhundert als Abbilder der sinnlichen Wahrnehmung, die kombiniert und verändert und so als die primären Bausteine des Denkens betrachtet werden können.

    Die wissenschaftliche Untersuchung der inneren Bilder begann Ende des 19. Jahrhunderts in der Psychologie, wobei hier die Frage, ob Denkprozesse auf inneren Bildern beruhen oder ob Denken auch ohne Bilder erfolgen kann, im Zentrum stand. Mit dem Siegeszug der behavioristischen Sichtweise in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts verloren die inneren Bilder als subjektive mentale Zustände zu Gunsten der Erforschung des objektiven, sichtbaren Verhaltens vorübergehend an Bedeutung. Die Imaginationen kamen erst mit der kognitiven Gegenbewegung nach der Mitte des 20. Jahrhunderts wieder in die Psychologie zurück. Der Einsatz von imaginativen Techniken hat seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts in verschiedenen Psychotherapierichtungen, aber auch im Sport, Coaching und anderen Bereichen an Bedeutung gewonnen.

    In der psychoanalytischen Tradition blieben Träume und bewusst erlebte innere Bilder als Mittler zwischen Bewusstsein und Unbewusstem von Bedeutung. Ab ca. 1950 machte Hanscarl Leuner Imaginationen für die Psychotherapie nutzbar und systematisierte auf psychoanalytischer Grundlage das Vorgehen.

    Die Neurowissenschaften haben sich ebenfalls des Phänomens der inneren Bilder angenommen und Anfangs des 21. Jahrhundert die Debatte beigelegt, ob es sich bei den inneren Bildern um als Bild erzeugte Bilder mit Aktivierung der entsprechenden Sinnesmodalitäten oder um die «Beschreibung» von Bildern handelt. Das Dodo Bird Verdict lautet: sowohl - als auch.

    Gerade von den Neurowissenschaften erhalten wir klare Hinweise, dass unser Gehirn ein Bilder erzeugendes Organ ist. Diese inneren Bilder haben vielfältige Funktionen, die von der Verarbeitung des Erlebten, zum Erlernen von neuen Inhalten und Fertigkeiten, zur Planung und Voraussage von zukünftigen Handlungen reichen. Innere Bilder helfen uns, uns und das Gegenüber zu verstehen. Gerade diese verschiedenen Funktionen werden von verschiedenen Psychotherapieverfahren immer mehr genutzt. Innere Bilder können aber auch hinderlich und übermächtig werden.

    Die KIP hat sich systematisch mit der therapeutischen Anwendung von inneren Bildern beschäftigt und ein Vorgehen entwickelt, das es ermöglicht, auf die in den Bildern enthaltenen meist weitgehend unbewussten Erlebens- und Verhaltensmuster, Gedächtnisinhalten, Anteilen von sich selbst oder wichtigen Bezugspersonen einzugehen und die kreative Dynamik auszunutzen, die von einer verarbeitenden oder lösungsorientierten Beschäftigung mit diesen inneren Bildern im Rahmen einer therapeutischen Beziehung ausgeht. Lösung oder Verarbeitung werden dabei als Teil des therapeutischen Prozesses von Patienten und Therapeut erarbeitet, wobei beide offen für die kreative Dynamik der Bilder sein müssen und dafür vom Resultat oft überrascht werden.

    Am Beispiel der KIP wollen wir diese vielfältigen Eigenschaften innerer Bilder diskutieren und betrachten, wie wir deren Wirkung therapeutisch nutzen können.

  • Schweizer Gesellschaft für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (SGAMSP)
    Schweizer Gesellschaft für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (SGAMSP)
    Schweizer Gesellschaft für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (SGAMSP)

    Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie: Update 2021
    Prof. Dr. med. Waldemar Greil, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Praxis Rathausbrücke Zürich
    Prof. Dr. rer. nat. Pierre Baumann, Wissenschaftlicher Beirat, Lausanne

    DO, 26. August 2021, 14:15 Uhr STREAM 2

     

  • Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie  (SGSPP)
    Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie (SGSPP)
    Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie (SGSPP)

    Sportpsychiatrie und -psychotherapie: Psychische Gesundheit im Leistungssport
    Dr. med. Malte Christian Claussen, Präsident SGSPP Ärztlicher Leiter Sportpsychiatrie und -psychotherapie, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich und Privatklinik Wyss AG

    FR 27.08.2021; 09:30 STREAM 1

    Die Sportpsychiatrie und -psychotherapie ist eine noch junge medizinische Spezialisierung und Disziplin der beiden psychiatrischen Fachgebiete.

    Bis vor wenigen Jahren wurde angenommen, dass es im Leistungssport keine ernsthaften psychischen Probleme geben kann. Mittlerweile ist gut bekannt, dass psychische Probleme und Erkrankungen nicht seltene Gesundheitsprobleme im Leistungssport sind. Die mutigen Interviews von Sportler*innen lehrten uns zudem in den letzten Jahren, dass ihre mentale Stärke kein Garant für psychische Gesundheit ist.

    Psychische Gesundheit, körperliche Gesundheit und Leistung können im Sport nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

    Der Umgang mit der psychischen Gesundheit und der Zugang zu entsprechenden Gesundheitsdienstleitungen sollte im Leistungssport genauso alltäglich sein wie die übrige medizinische Fürsorge. Idealerweise sollten Leistungssportler*innen Zugang zur bestmöglichen interdisziplinären und interprofessionellen Versorgung haben. Diese Konklusion im Mental health in elite athletes: International Olympic Committee consensus statement (2019) nimmt implizit auch Bezug zur noch gegenwärtigen Praxis im Leistungssport.

    In der State-Of-The-Art Session „Sportpsychiatrie und -psychotherapie: Psychische Gesundheit im Leistungssport“ soll im Verständnis der Komplexität des Leistungssports, des hohen zeitlichen Aufwandes der Athlet*innen und des bereits beträchtlichen Betreuungsumfangs, bei immer dichter werdenden Zeitplänen, eine Ergänzung der Versorgungsstrukturen zur Förderung der psychischen Gesundheit im Leistungssport vorgeschlagen werden. Die Ergänzungen nehmen dabei die bestehenden Strukturen und bisherigen Bemühungen um die psychische Gesundheit - die es zweifelsohne gibt - auf.

  • Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin  (SSAM)
    Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM)
    Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM)

    Evidenzbasierte Behandlung bei Alkoholabhängigkeit
    Prof. Dr. med. Gerhard Wiesbeck, Oberarzt und Ärztlicher Zentrumsleiter, Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel

    FR 27.08.2021; 09:30 STREAM 2

    Die Behandlung alkoholabhängiger Menschen lässt sich in vier konsekutive Phasen unterteilen: in Motivations-, Entzugs-, Entwöhnungs- und Nachsorgephase. In jeder Phase stehen zahlreiche Interventionsmöglichkeiten mit unterschiedlicher Evidenzbasierung zur Verfügung. Am besten dokumentiert ist eine Evidenz für die Pharmakotherapie. Darüber hinaus wächst der Wissenstand über die nicht-medikamentösen Behandlungen, z. B. die psychotherapeutischen Interventionen, rapide an. Die 2020 neu überarbeitete deutschsprachige S3-Leitlinie «Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen» geht explizit auf diese neuen Erkenntnisse ein. Sie berücksichtigt aber auch klinisches Erfahrungs- und Expertenwissen, wenn eine Einschätzung der Evidenz noch nicht möglich ist.

  • Schweizerische Gesellschaft für Forensische Psychiatrie  (SGFP)
    Schweizerische Gesellschaft für Forensische Psychiatrie (SGFP)
    Schweizerische Gesellschaft für Forensische Psychiatrie (SGFP)

    Moderne Entwicklungen der Forensischen Psychiatrie
    Dr. med. Steffen Lau, Leiter Zentrum für Stationäre Forensische Therapie
    Stv. Direktor Klinik für Forensische Psychiatrie Chefarzt, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

    Fr. 27.08.2021: 14:15 STREAM 1

  • Schweizerische Gesellschaft für Konsiliar- Liaisonpsychiatrie und Psychosomatik  (SSCLPP)
    Schweizerische Gesellschaft für Konsiliar- Liaisonpsychiatrie und Psychosomatik (SSCLPP)
    Schweizerische Gesellschaft für Konsiliar- Liaisonpsychiatrie und Psychosomatik (SSCLPP)

    Fr. 27.08.2021; 14:15 STREAM 1

  • Schweizerische Gesellschaft für Angst und Depression  (SGAD)
    Schweizerische Gesellschaft für Angst und Depression (SGAD)
    Schweizerische Gesellschaft für Angst und Depression (SGAD)

    SGAD Symposium: Update Depression

    Fr. 27.08.2021: 10:45, STREAM 1

    Chair Prof. Dr. med. Erich Seifritz

    Update Schlafstörungen und Depression im Alter (D)
    PD Dr. med. Ulrich Hemmeter

    Traitements innovants pour la dépression bipolaire (F)
    Prof. Dr. med. Jean-Michel Aubry

    Update Neuromodulation bei Therapieresistenz (D)
    Prof. Dr. med. Daniela Hubl