Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Strategien von Young Carers im Umgang mit einer Betreuungsrolle für Nahestehende – die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft
Autoren
  1. Hannah Wepf Careum Hoschule Gesundheit Vortragender
  2. Sarah Rabhi-Sidler Careum Hochschule Gesundheit
  3. Julia Sellig
  4. Agnes Leu
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • C1 Prävention
Abstract Einleitung: Jugendliche und junge Erwachsene, die eine Person mit gesundheitlicher Beeinträchtigung im nahen Umfeld haben und unterstützen, erleben in ihrem Alltag ausserordentliche Herausforderungen. Im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne Betreuungsaufgaben sind sie häufiger Stress ausgesetzt. Die Sensibilisierung für diese Gruppe ist unter Fachpersonen wie auch in der Bevölkerung gering. Bisher gibt es wenige Unterstützungsangebote, die auf die sogenannten «Young Carers» – also die jungen betreuenden Angehörigen – zugeschnitten sind. Um mehr darüber zu erfahren, wie junge Menschen mit Betreuungsrolle ressourcenorientiert begleitet und unterstützt werden können, hat die vorliegende Studie untersucht, welche Strategien im Umgang mit Herausforderungen sich aus der subjektiven Sicht der Young Carers bewähren.
Methoden: Es wurden 31 problemzentrierte Interviews mit Young Carers in der ganzen Schweiz durchgeführt und verschriftlicht. Anschliessend wurden anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse förderliche Bewältigungsstrategien aus Sicht der Young Carers identifiziert.
Ergebnisse: Die meisten beschriebenen Herausforderungen der Young Carers standen im Zusammenhang mit ihrer Betreuungsrolle – teils direkt, teils indirekt. Drei Hauptkategorien von Copingstrategien emergierten aus dem Datenmaterial: retrospektive, unmittelbare und zukunftsgerichtete Strategien. Weiterhin zeigte sich, dass sich aus der Sicht der interviewten jungen Menschen sowohl annähernde als auch vermeidende Bewältigungsstrategien – je nach Zeithorizont unterschiedlich gut – bewährten.
Fazit & Ausblick: Die Ergebnisse dieser explorativen Studie geben Hinweise dafür, wie Fachpersonen Young Carers bei der Verarbeitung ihrer besonderen Erfahrungen sowie der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen begleiten können. Zudem eröffnet die Studie Felder für anknüpfende Forschungsfragen.
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