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Titre de l’article Verbesserung des Gedächtnisses durch auditorische Stimulation im Schlaf, um kognitiven Abbau vorzubeugen
Code d’article P14
Auteurs
  1. Céline Zeller University Hospital of Old Age Psychiatry and Psychotherapy, University of Bern Conférencier
  2. Marina Wunderlin University Hospital of Old Age Psychiatry and Psychotherapy, University of Bern
  3. Christoph Nissen Hôpitaux Universitaires Genève HUG
  4. Marc Züst University Hospital of Old Age Psychiatry and Psychotherapy, University of Bern
  5. Stefan Klöppel University Hospital of Old Age Psychiatry and Psychotherapy, University of Bern
Forme de présentation Poster
Domaines thématiques
  • D1 La psychiatrie à l'avenir
Résumé (Abstract) Ab mittlerem Alter kommt es zu einer stetigen Abnahme des Tiefschlafs. Personen über 75 bleibt weniger als 10 Prozent des ursprünglichen Tiefschlafs. Während des Tiefschlafs findet Gedächtnisstärkung und Abbau von Stoffwechselabfallprodukten (z.B. Amyloid Beta Protein) statt.
Bei Demenz-Patienten ist der Tiefschlaf besonders beeinträchtigt und Schlafstörungen machen sich lange vor der Diagnose bemerkbar. Ein gestörter Tiefschlaf wird inzwischen als Frühwarnzeichen für eine bevorstehende Demenz diskutiert. Eine Verbesserung des Tiefschlafs könnte deshalb vorbeugend gegen den geistigen Abbau wirken.
Erkennen lässt sich der Tiefschlaf durch grosse, langsame Wellen (slow oscillations; SO) im Elektroenzephalogramm. In verschiedenen Studien wollen wir eine Steigerung des Funktionsniveaus des Tiefschlafs erreichen, indem wir die SO stärken. Dies kann erreicht werden, indem Töne in die Wellenberge der SO gespielt werden. So lassen sich die Wellen – und damit der Tiefschlaf – über diese akustische Stimulation «aufschaukeln». Wir untersuchen, ob sich auf diese Weise die Leistung in Gedächtnisaufgaben und die Messwerte des Amyloid Beta im Blut verbessern lassen.
In gesunden, älteren Erwachsenen konnten wir experimentell zeigen, dass akustische Stimulation eine physiologische Reaktion auslöst: die SO während des Stimulationszeitraums sowie die gekoppelte Spindelaktivität (ein physiologischer Marker für Gedächtnisverarbeitung im Schlaf) waren erhöht im Vergleich zu den nicht-stimulierten Versuchspersonen. Das Ausmass dieser physiologischen Reaktion geht mit einer erhöhten Gedächtnisleistung einher. Ein verbessertes Gedächtnis hängt zudem mit einer Verbesserung des Amyloid Beta Blutwerts zusammen.
Die Frage, ob diese physiologische Reaktion situations- oder personenabhängig ist und ob Töne auch bei älteren Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko Effekte zeigen, wird zurzeit in weiteren Studienarmen untersucht.
Der grosse Vorteil an einer schlafstärkenden Tonstimulation wäre, dass der Tiefschlaf auf nicht-pharmakologischen Wegen frühzeitig moduliert und so die Gesundheit langfristig verbessert werden kann. Eine solche Intervention könnte auf längere Sicht mittels portabler Geräte im Heimbegrauch zur nicht-invasiven Vorbeuge von geistigem Abbau Anwendung finden.